NAHRUNG – BENZIN ODER NICHT? TEIL 3

NAHRUNG – BENZIN ODER NICHT, DASS IST HIER DIE FRAGE – TEIL 3

In Teil 1 war das zentrale Thema, dass Essen nicht gleich Benzin ist, weil es wichtige Aspekte der Zusammensetzung ausser Acht lässt. Dabei wird der Fokus überwiegend auf die Makronährstoffe (EW, KH, FE) gelegt, obwohl der Körper auch die Mikronährstoffe aus der Nahrung zum funktionieren braucht.

Teil 2 hatte als zentrales Thema die Stoffe, welche für gewöhnliches ausser Acht gelassen werden wie Phyto- und Zoochemikalien und was ihre Bedeutung ist.

Nahrung ist so viel mehr als nur „Benzin“ und Du bist viel mehr als eine Maschine.

Es ist einfach: Lebende Organismen sind keine Maschinen. Sie sind unglaublich komplexe, selbst reguliert und dynamisch gesteuert. Man könnte fast annehmen es sind magische Systeme.

Wenn Du schon einmal versucht hast, deine „Kalorien“ zu berechnen, ist Dir aufgefallen, wie schwer es ist den genauen Input wie Output zu bestimmen.

Hier einige Beispiele für gesehene Phänomene in diesem Zusammenhang:

  • Es gab Wochen, an denen Du über deinen Kalorienvorgaben gegessen hast, aber bist trotzdem leichter geworden.
  • Du lagst unter deinen Vorgaben hast aber zugenommen.
  • Du isst wieder Frühstück und plötzlich hast Du 4cm weniger Bauchumfang

Wenn „Nahrung = Benzin“ stimmt, dann dürfte das alles nicht passieren, dennoch passiert es immer wieder.

Der Grund? Der menschliche Körper ist kein Verbrennungsmotor! Er ist ein komplexes, dynamisches, organisches und unendlich sensibles System. Ein Beispiel wäre, das neue Studien zeigen, dass nicht jedes Nahrungsmittel gleich gemacht ist und von unserem Körper gleich aufgenommen wird.

Mehrere Hundert Faktoren haben einen Einfluss darauf, wie Du verdaust und das gegessene verwendet wird. Das heisst zwangsläufig auch, dass das „Benzin“ oder die Kalorien der Nahrung „ausserhalb“ unseres Körpers anders sind alls wenn Sie erst einmal „drinnen“ sind. Für interessierte ist hier eine Research Review.

Dein Körper hat seine eigenen Prioritäten, wie und wann er was braucht und dann auch bekommt. Es wäre als ob, dein Auto anfängt selbst zur Tankstelle zu fahren und zu tanken auch ohne Geld oder es anfängt seine Lichter zu essen, weil es jetzt „Benzin“ braucht.

[tweetthis remove_twitter_handles=“true“]Nahrung ist so viel mehr als nur „Benzin“ und Du bist viel mehr als eine Maschine.[/tweetthis]

Des Weiteren darf nicht vergessen werden, dass dein Körper nicht zu 100% Dir alleine gehört. Viele Stufen der Verdauung und des Absorption von Nährstoffen ist von Trillionen von Bakterien getrieben, die in Dir leben. Analysen der Bakteriellen Umgebung im Darm haben ergeben, dass jeder von uns seine ganz eigene „Flora von Bakterien“ hat, sozusagen ein Fingerabdruck. Diese „Microbiome“ zu ändern, bedeutet unsere Verdauung und Absorption zu verstellen und das hat einen riesigen Einfluss auf wie Dein Körper aussieht und wie gesund Du bist.

Das macht Dich zu einem unglaublich komplizierten, selbst-organisierten, Ziel-orientierten, nur-teilweise-menschlichen System. Jede Maschine sollte neidisch sein. J

Nahrung ist INFORMATION

Message in a Bottle

Nahrung ist also nicht nur „Benzin“ und dein Körper nicht nur eine „Maschine“, was genau ist Essen dann? Information!

Eine Art Drehbuch, damit jeder Schauspieler in deinem Körper weiss was er genau machen soll. Die Nahrung die Du isst, gibt sehr genaue Anweisungen, was Dein Körper jetzt machen soll.

  • Mache dies
  • Das nicht
  • Dieses Hormon ausschütten
  • Nein, das Hormon jetzt nicht
  • Dieses Protein jetzt rausbrechen
  • Nein, das wird jetzt nicht gebraucht

Du sendest sozusagen Anweisungen die Kettenreaktionen auslösen. Die Schönheit liegt darin, dass jedes Molekül eine Kaskade an Ereignissen auslöst, welche jede Art von Signalen durch deinen Körper sendet.

Hormone ausschütten, Immunzellen aktivieren, Gene an- und ausschalten! Aufräum-Team parat stehen und Bauarbeiter in Stellung bringen. Los, Los, Los!!! Es ist das perfekte Theater, wo jeder genau weiss was er zu tun hat und wann, ohne das jemand aus der Reihe tanzt.

Dein Körper verarbeitet somit Millionen von Kalorien und Trillionen von chemischen Substanzen innerhalb eines Jahres und ist fast 100% effizient dabei. Ein Verbrennungsmotor hat gerademal eine Effizienz von 30%!

Noch Cooler könnte es nur sein, wenn unsere Gedanken, Gefühle und die Umwelt diese Prozesse noch beeinflussen könnten. STOP, dass tun sie. Beeindruckend oder? Wenn Du eine Mahlzeit riechst, hast Du eine Positive oder Negative Assoziation zum Essen (oder etwas anderem). Du bist glücklich oder besorgt oder aufgeregt und all das hat einen Einfluss auf die Art wie Dein Körper das Essen verarbeitet.

Es läuft ungefähr so ab: Während Du isst, weiss dein Körper, dass jetzt Nährstoffe kommen und signalisiert dem Gehirn was genau kommt.

Stay tuned für den vierten Teil.

VORSCHAU:

In Teil 4 werde ich einige Beispiele dafür nennen, was Dein Körper versteht wenn Du ihm Eiweiss, Kohlenhydrate oder Fett gibst und wie deine Zellen miteinander kommunizieren.

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Quelle:

No, food is NOT fuel. (And, thankfully, you’re not a Ferrari) by John Berardi, Brian St. Pierre, and Krista Scott-Dixon

 

 

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